Menü

12.03.2020 | 14:45 Uhr | Julia Basic

Coronavirus (Update): Fragen, Antworten und Informationen

FN informiert über mögliche Auswirkungen auf den Pferdesport

Warendorf (fn-press). Nun sind auch die ersten Pferdesportveranstaltungen von der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus (COVID-19) betroffen. Manche Turniere oder Hengstschauen finden gar nicht statt, andere nur unter besonderen Auflagen. Zum Beispiel wurden das Maimarkt-Turnier in Mannheim, das Fünf-Sterne-Springturnier Saut Hermes in Paris sowie die Hengstschau der Ludger Beerbaum Stables in Riesenbeck abgesagt. In Italien, wo viele deutsche Reiter in die Saison starten wollten, finden vorerst keine Sportveranstaltungen mehr statt. Das Weltcup-Turnier in s’Hertogenbosch/NED darf zwar stattfinden, jedoch ohne Zuschauer. Ebenfalls von Auflagen betroffen ist das Internationale Hallen-Reitturnier "Signal Iduna Cup" in Dortmund. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat einige Fragen, Antworten und Informationen zum Coronavirus in Bezug auf den Pferdesport zusammengestellt. Hier ist zu beachten, dass sich die Situation um das Virus sehr dynamisch entwickelt und jeden Tag neu bewertet werden muss. Links zu den Seiten mit Informationen der Welt-Gesundheitsorganisation WHO, des Robert-Koch-Instituts, des Bundesgesundheitsministeriums und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), die laufend aktualisiert werden, sind am Ende dieses Dokuments zu finden.

Update 12. März 2020, 14.45 Uhr: Informationen für Turnierveranstalter
Einige Bundesländer haben bereits konkrete Informationen darüber veröffentlicht, unter welchen Umständen Veranstaltungen noch stattfinden dürfen und wann eine Absage verpflichtend ist. Generell können die zuständigen Behörden Veranstaltungen aller Art untersagen oder mit Auflagen belegen.
Die FN rät Turnierveranstaltern, sich eng mit dem örtlichen Gesundheitsamt über die Durchführung einer Veranstaltung abzustimmen. Zudem sollten Turnierveranstalter eine Verschiebung des Nennungsschlusses näher an den Veranstaltungsbeginn in Betracht ziehen, um maximale Flexibilität in Bezug auf eine Absage zu erreichen. Laut Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) ist es möglich, den Nennungsschluss auf maximal fünf Tage vor Beginn des Turniers zu legen.
Turnierveranstalter, die sich für eine Absage entscheiden, müssen dies der zuständigen Landeskommission mitteilen. Dies sollte nach Möglichkeit vor dem Nennungsschluss geschehen, damit der Einzug der Nenngelder noch gestoppt werden kann. Eine Übersicht der Landeskommissionen gibt es hier.
Die Landeskommissionen müssen wiederum zeitnah die FN über die Absage informieren, damit diese im Online-Nennungssystem NEON eingetragen werden kann. Alle Teilnehmer, die bisher für das entsprechende Turnier genannt haben, werden durch das System automatisch über die Absage informiert.
Müssen Turniere abgesagt werden, erhebt die FN keine Veranstaltergebühren.
Mehr zu den Abrechnungsmodalitäten bei der Absage von Turnieren erfahren Sie in den untenstehenden FAQ zur Ausbreitung des Coronavirus.

Update 11. März 2020, 17 Uhr, zum "Signal Iduna Cup" in Dortmund (12. bis 15. März):
Die Auflage, dass maximal 1.000 Besucher an der Veranstaltung teilnehmen, führt leider dazu, dass nur der Innenraum bespielt werden kann. Das bedeutet, dass neben den Reitern, Offiziellen, akkreditierten Journalisten, Influencern und Mitarbeitern nur die Gastrotische und Logentische geöffnet sein werden. Der Zutritt zu den Rängen 4-219 ist untersagt. „Wir bedauern das zutiefst, denn die Fans des Pferdesports auf den Rängen machen eine Veranstaltung erst rund”, so Dr. Kaspar Funke, Geschäftsführer der ESCON-Marketing GmbH. 
Das Turnier findet demnach eingeschränkt statt und wird im Livestream via clipmyhorse.tv aus der Westfalenhalle zu sehen sein. Sportdeutschland.TV überträgt das Championat am Samstag ab 14.45 Uhr, www.sportschau.de streamt den Großen Preis der Bundesrepublik am Sonntag ab 14.45 Uhr. 
Die Westfalenhalle GmbH setzt ihre Schutzmaßnahmen - wie bereits seit mehreren Wochen praktiziert - weiter um. Die Besucher können ihre Eintrittskarten an den Vorverkaufsstellen zurückgeben, an denen sie die Karten erworben haben und erhalten dann den Kartenpreis erstattet.
Alle Infos: www.escon-marketing.de und www.westfalenhallen.de/verschiebung


Zum Seitenanfang
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok