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EM Göteborg Fahren

Silber für deutsche Vierspänner mit hessischer Beteiligung

Christoph Sandmann hat bei den Europameisterschaften der Vierspänner in Göteborg die Bronzemedaille gewonnen und mit seinen Teamkollegen Georg von Stein und Mareike Harm außerdem noch Team-Silber geholt. Gold ging wieder einmal an die Titelverteidiger aus den Niederlanden. Neuer Europameister ist der Vize-Meister von 2015, der Niederländer Ijsbrand Chardon, Silber ging an den Belgier Edouard Simonet.

Dressur: Platz vier, fünf und sieben für die deutschen Fahrer Die deutschen Fahrer Mareike Harm, Christoph Sandmann und Georg von Stein zeigten alle gute Vorstellungen und beendeten die Prüfung auf den Plätzen vier (46,13 Punkte), fünf (47,19) und sieben (48,37). Die Dressur gewann der Niederländer Theo Timmermann vor Ijsbrand Chardon. "Alle drei deutschen Fahrer sind hier unter 50 Punkten geblieben, das ist sehr gut, um den Anschluss an die Spitze noch zu halten", so das Fazit von Geiger. "So eine tolle Dressur ist sie das ganze Jahr noch nicht gefahren", freut sich Bundestrainer Karl-Heinz Geiger über Mareike Harms Vorstellung. Aber mit Platz eins und zwei in der Dressurprüfung hatte das niederländische Team von der ersten Teilprüfung an die Führung übernommen.

Marathon mitten durch Göteborg Einen Tag zuvor hatten die Vierspännerfahrer einen außergewöhnlichen Marathon erlebt. Die „Phase A“, eine Art Wegestrecke zum Aufwärmen der Pferde, führte mitten durch die Innenstadt, vorbei an Cafés und Geschäften und über Kreuzungen bis in den Slottsskogen City Park. Dort standen dann die acht Hindernisse, die möglichst schnell durchfahren werden mussten. 20.000 Zuschauer standen entlang der Strecke und im Park. „Das war einfach unglaublich, meine Pferde waren schon auf dem Weg zum Park richtig heiß, so dass ich da schon mehr zu tun hatte als sonst eigentlich“, berichtete Mareike Harm. „Das war hier schon einzigartig mit dem Marathon mitten durch die Stadt, das haben wir Fahrer so auch noch nicht erlebt“, berichtet auch Bundestrainer Karl-Heinz Geiger. „Es war top organisiert, alles war perfekt abgesperrt, überall Helfer und so viele Zuschauer.“ Christoph Sandmann wurde Dritter, Georg von Stein Sechster: „Das sah vorher leichter aus als es war. Das Wasser war sehr, sehr schwer, sehr tief und wurde sehr schwammig für die Pferde. Auch das bergauf und bergab der Strecke war schwierig. Aber grundsätzlich war es ein fairer Marathon und ist gut gelaufen." Mareike Harm beendete die Geländeprüfung auf Platz 18, war aber dennoch ganz zufrieden.

 Hindernisfahren mit glücklichem Abschluss „Wir sind sehr glücklich mit unseren zwei Medaillen“, so Bundestrainer Karl-Heinz Geiger, der in Göteborg prominente Unterstützung vom mehrfachen Weltmeister und Weltcup-Sieger Boyd Exell aus Australien hatte. Nach Dressur und Gelände stand das Kegelfahren für die Vierspänner in der Heden Arena in Göteborg auf dem Programm. Auch Christoph Sandmann, der nach Dressur und Gelände auf Rang drei der Einzelwertung lag, musste als drittletzter Fahrer in den Kegelparcours und blieb mit Amico, Bo Liberator, Wanita und Wierd fehlerfrei. Lediglich 1,51 Strafpunkte für das Überschreiten der erlaubten 180 Sekunden kamen auf sein Konto, so dass er mit 153,33 Punkten den nach ihm folgenden Belgier Edouard Simonet und den führenden Niederländer Ijsbrand Chardon unter Druck setzen konnte. Doch der 28-jährige Belgier, der schon in Aachen mit seinen Arabo-Friesen auf sich aufmerksam gemacht hatte und als Geheimfavorit für die EM gehandelt wurde, fuhr eine souveräne Runde und kam mit 0,3 Zeitstrafpunkten ins Ziel (Gesamtpunktestand 151,8). Der dreifache Weltmeister und amtierende Vize-Europameister Ijsbrand Chardon konnte sich dann sogar einen Ball erlauben und fuhr die Goldmedaille mit 150,37 Punkten nach Hause. Georg von Stein hatte mit Despardo, Fax, Mokka und Playboy zuvor schon eine fehlerfreie Runde mit lediglich 1,41 Zeitstrafpunkten für das deutsche Team gefahren. Mit den 3,16 Strafpunkten von Mareike Harm, die als erste deutsche Fahrerin an der Reihe war, war da die Silbermedaille für das deutsche Team schon sicher. „Der Abstand zu den Niederländern war noch nie so knapp, wenn der Marathon vielleicht etwas anspruchsvoller gewesen wäre, hätten wir vielleicht noch mehr Punkte aufholen können, denn wir haben in Aachen durchaus schon mal 15 Punkte nach dem Gelände gut gemacht“, so die Überlegungen vom Bundestrainer. „Wenn wir weiter so konsequent arbeiten, dann werden wir sie auch bald mal schlagen“, sagte auch Christoph Sandmann. Er war sehr zufrieden mit seiner EM: „Ich habe das ganze Jahr viel dafür getan und gearbeitet.“ Das deutsche Team holt Silber mit 308,94, Bronze geht an Belgien mit 320,04 Punkten. Auch Teamkollege Georg von Stein fährt zufrieden nach Hause, er beendet die EM auf Platz fünf (157,85). Er lobte besonders sein Nachwuchspferd Despardo, der vorne links im Kegelparcours ging: „In dem Parcours gab es viele Handwechsel, immer links rechts hin und hier, das ist schwierig für ein junges Pferd, und er hat das erst drei Mal auf so einem Niveau gemacht, und er ist dann etwas hinter den anderen zurückgeblieben, aber er hat super gekämpft und ich bin top zufrieden.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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