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Ausbreitung der Tropen-Zecke im Visier

Die eingewanderte Hyalomma-Zecke ist doppelt bis dreimal so groß wie ihre europäischen Verwandten und hat auffällig geringelte Beine: Im vergangenen Jahr vermeldete Prof. Dr. Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim in Stuttgart die ersten Funde der tropischen Hyalomma-Zecke in Deutschland. Auf der Pressekonferenz bat sie die Bevölkerung um Mithilfe bei der Forschung zur Ausbreitung der neuen Art. Vermutlich wurde sie durch Vögel eingeschleppt. Die auffällige Hyalomma- Zecke stammt ursprünglich aus Afrika, Asien und Südeuropa. Auch in ihrem Jagdverhalten unterscheidet sich die neue Art von ihren europäischen Verwandten: Letztere klettern an Gräsern, Kräutern und Büschen in die Höhe, wo sie sich von Wildtieren und Wanderern abstreifen lassen. „Die Hyalomma-Zecke jagt dagegen aktiv: Sie erkennt Warmblütler auf Distanzen von bis zu 10 Meter und kann sie über mehrere 100 Meter verfolgen“, so Prof. Dr. Mackenstedt, Parasitologin und Expertin für Zecken an der Universität Hohenheim. Wie weit die neue Art auch Krankheiten überträgt, ist noch unklar. Um die Ausbreitung und mögliche Gefahren durch die neue Hyalomma-Zecke zu erforschen, bittet die Zecken-Expertin nun die Bevölkerung um Mithilfe: Vor allem Reiter sollten beim täglichen Pferdestriegeln aufmerksam sein, da die Hyalomma-Zecke gerne große Säugetiere befällt. Festgebissene Zecken am besten wie auch europäische Zecken mit Zeckenzange, Zeckenkarte oder Pinzette entfernen und in kleinen, festverschlossenen Containern senden an: Universität Hohenheim, Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Fachgebiet für Parasitologie, Emil-Wolff-Straße 34 in 70599 Stuttgart.

Nähere Informationen gibt es im nächsten PFERDESPORT Journal.

 

 

 

 

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