Menü

Nun läuft sie wieder, die Saison 2020……

Anmerkungen aus Organisationssicht im Nachgang zu Wolfskehlen 26.-28.06.2020

Seit Ende Juni ist der Turniersport für Amateur-, Breiten-, Freizeitsportler (wie immer man es einteilen möchte) zusammen mit ihren vierbeinigen Sportpartnern in Hessen wieder auf den bekannten Turnierplätzen erlaubt. Die Vorfreude und der Bedarf an Startplätzen war und ist weiterhin hoch.

Zu unterschiedlichen Terminen glühen die Internetleitungen, um an die begehrten Plätze zu kommen. Ein Phänomen welches bisher meist im Dressurlager bekannt war. Es zeigt uns aber auch, dass der Turniersport auch diese schwierige Zeit überstehen wird.

Mut machen die ersten „offenen“ Veranstaltungen in vielerlei Hinsicht:

Einige Lockerungen erfolgen mittlerweile im Wochentakt. Es ist eine Herausforderung alle aktuellen Regularien rechtzeitig zu kommunizieren und die Abläufe vor Ort zeitnah anzupassen. Aber das machen die Veranstalter mit viel Engagement auf dem Weg zur neuen Normalität. Mittlerweile dürfen auch Zuschauer wieder dabei sein und auch die Gastronomie entfernt sich immer mehr vom Notprogramm.

Es fällt besonders auf, dass alle Akteure gelassen und verantwortungsvoll mit den Hygienemaßnahmen umgehen. Abstand ist in der Reiterei auch ohne Corona schon immer ein Thema und daher mussten die Hygienebeauftragten (vielleicht künftig eine feste Position unter den Turnierfachleuten) abseits des Reitplatzes wenig beratend tätig werden. Alles in allem hat sich der Turnierbetrieb entschleunigt und man passt mehr aufeinander auf.

Neue Wege in der Abwicklung gewinnen an Bedeutung. Online-Startbereitschaft überzeugt auch Skeptiker immer mehr und die Online-Start-, bzw. -Ergebnislisten verdrängen das Papier. Natürlich wird es auch weiterhin Listen für Zuschauer, Trainer und alle die es sonst benötigen geben.

Gewöhnungsbedürftig ist noch die fehlende Siegerehrung und die damit verbundene Trophäen- sprich Schleifenlosigkeit gerade für den „Amateur“. Aber hier wird es sicher künftig Lösungen geben. Ausgabe an der Meldestelle, dem Richterturm oder an der Tafel sind denkbar. Geldpreise nicht mehr wie gewohnt an der Meldestelle abholen, sondern auf das Konto zubekommen ist für manche auch noch ungewohnt. Abwicklungstechnisch sicher ein Mehraufwand, mal sehen wie es hier künftig weitergeht.

Es gibt in dieser Situation bereits viele Anregungen für Veränderungen in der bisherigen Turnierlandschaft. Die Chancen sollten genutzt werden, um den Sport weiter für alle attraktiv zu halten. Gut angenommen wurde beispielsweise der Amateur-Sonntag. Die Trainer können sich so intensiver um ihre Schüler kümmern, ohne den eigenen Start aus den Augen zu verlieren.

Die derzeit hohen Nenngebühren werden sich wieder reduzieren, wenn die Auflagen geringer werden und das Angebot an Prüfungen breiter. Hier kann man nur alle Veranstalter ermutigen doch nochmal in die Saison einzusteigen, auch wenn man unter den Bedingungen der letzten Monate eine andere Entscheidung getroffen hat. Es lohnt sich für die Erhaltung des Reitsportes.

Eine Möglichkeit sich auch untereinander zu helfen wurde in Wolfskehlen aus der Taufe gehoben (entstanden aus einem Telefonat zwischen Stephan Beyer und Karl-Georg Reitbauer): Viele Vereine haben mittlerweile kaum noch ausreichende Plätze, Parkraum oder auch Helfer, um selbst Turnierausrichter zu sein. Warum also nicht den Nachbarverein unterstützen und beispielsweise eine Prüfung sponsern. Auch helfende Hände werden immer gebraucht. Der RFV Biebesheim ist hier bereits aktiv geworden. Das eigene Turnier musste coronabedingt abgesagt werden, nun wird man insgesamt drei Turnierveranstalter aus der Region mit einer Spende unterstützen. Der Aktion hat sich spontan auch der Inhaber eines Ausbildungsstall angeschlossen.

„Vereine helfen Vereinen“

In der Krise ist Kreativität und Flexibilität gefragt…….

Stephan Beyer 

Aktuell

Zum Seitenanfang
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok