GOT-Petition: 132.000 Unterschriften gesammelt

Soenke Lauterbach: „Sehr viele Betroffene“
Soenke Lauterbach unterschreibt die Petition gegen die GOT. Foto: FN

Wie FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach haben viele andere auch die Petition gegen die GOT unterschrieben. Foto: FN

Mit einer großen Unterschriftenaktion hat die Pferdeszene – die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) gemeinsam mit 58 Pferdezucht- und Pferdesportverbänden und der Vereinigung Deutscher Tierhalter (VDTH) – auf die stark gestiegenen Preise durch die neue Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) aufmerksam gemacht. Diese Aktion ist jetzt beendet: 132.000 Unterschriften sind online und in Papierform zusammengekommen.
 
132.000 Unterschriften – das sind sehr viele betroffene Menschen“, sagt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach über das Ergebnis. „Viele Betroffene haben sich an uns gewandt, da sie mit den gestiegenen Kosten durch die neue GOT nicht zurechtkommen. Da wir als FN die Interessensvertreter für alle Pferdesportler und -züchter sind, haben wir diese Petition gestartet und fordern, dass die GOT zeitnah überarbeitet wird und sprechen uns zum Beispiel gegen die Hausbesuchsgebühr für Pferde aus.“ Die FN und die Unterstützer der Aktion wenden sich mit ihrer Petition nicht gegen die Tierärzte selbst oder generell gegen eine Gebührenerhöhung. Die Arbeit der Tierärzte und ihrer Angestellten muss angemessen und fair entlohnt werden. Dafür war eine Anpassung der GOT unumgänglich. Erhöhungen um 20 bis 30 Prozent wären nachvollziehbar und maßvoll gewesen. In der Realität haben sich Rechnungen aber oft mehr als verdoppelt.
 
Das weitere Vorgehen
Die Unterschriften sollen persönlich an den für die GOT zuständigen Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir überreicht werden, um so den Druck zu erhöhen, dass die GOT nochmal überarbeitet wird. „Er hat uns auch schon zugesichert, dass er bereit ist, die Unterschriften entgegenzunehmen“, sagt Lauterbach. Ein Termin wird zurzeit abgestimmt. „Wir wollen erreichen, dass sich jetzt entweder der Bundesrat mit dem Thema GOT noch einmal beschäftigt und auf den Minister einwirkt oder der Bundeslandwirtschaftsminister selbst sein Initiativrecht wahrnimmt und die GOT nochmals zur Nachbesserung öffnet“, erklärt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach.
 
Erste Erfolge
Es gibt auch erste Erfolge: Der Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft hat festgestellt, dass die Tierarztgebühren besonders für Tierheime und Pferde extrem gestiegen seien und sieht Nachbesserungsbedarf an der GOT. Er fordert Bundesregierung und Länder auf, sich des Themas anzunehmen. Erste Landesregierungen signalisieren, dass sie eine vorgezogene Überprüfung und Anpassung der GOT unterstützen würden. „Zusätzlich führen wir im Hintergrund viele Gespräche zu diesem Thema“, erklärt Lauterbach. 
 
fn-press/evb

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