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Gemünden am 17.-19. September 2010
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Verbandsturnier Kurhessen-Waldeck Dressur/Springen
in Gemünden vom 17.-19. September 2010 Zu den nordhessischen Meisterschaften in Dressur und Springen hatte der RFV Gemünden Mitte September eingeladen. Bei bestem Wetter und hervorragenden Bedingungen wurden Prüfungen bis zur schwersten Klasse geritten, in der an Frank Plock (RFV Borken) einmal wieder kein Vorbeikommen war: er gewann beide Prüfungen der Klasse S, ließ aber die andere Meisterschaftsprüfung sausen. In dieser konnte sich aber unter anderem Kai Schrammel (RFV Borken) besonders hervortun, was ihm für die Meisterschaftswertung gut zu Gesichte stand. Hatte er sich im vergangen Jahr noch mit dem Vizetitel begnügen müssen, sicherte er sich in diesem Jahr den Verbandsmeistertitel Kurhessen-Waldeck. Mit Lew verwies er seinen Vereinskameraden Michael Zwingmann mit Amazing Esprin und Michael Most (RFV Guxhagen-Dörnhagen) mit Lolly Pop auf die Plätze. Auffällig war, dass doch einige bekannte nordhessischen Reiter in Gemünden gar nicht erst genannt hatten, so auch Titelverteidiger Markus Friedel, er begnügte sich am Sonntag mit der Zuschauerrolle. „Über das mangelnde Interesse wird man sich Gedanken machen müssen“, sagte Michael Most, Sportwart vom Verband KHW. Ansonsten war er aber mit den Nennzahlen und den Leistungen der nordhessischen Springreiter zufrieden. „Vor allem Isabell Roth (RFV Haunetal) konnte hier sehr überzeugen, sie ist ein tolles Turnier geritten, hat drei Tage eine konstante Leitung gezeigt und ist auf jeden Fall Anwärterin für den Kader“ lobte er und betonte aber, dass auch die aktuellen Kaderreiter, von denen alle am Start waren, sehr gute Ritte gezeigt hätten. Isabell Roth darf sich seit dem Gemündener Turnier nun auch Nordhessenmeister nennen: Bei den Junioren setzte sie sich deutlich mit Corsica gegen Vorjahresvize Jessica Litz (LRFV Eiterfeld) mit St. Etienne durch, Dritte wurde Dorothee Rininsland-Schröder (RFV Schwalmpforte) mit Chara. Roth war in zwei der drei Wertungsprüfungen für die Junioren stets die Beste gewesen und strahlte bei der Siegerehrung mit der Sonne um die Wette: „Das ist super gelaufen, ich bin total stolz“.
Souverän konnte sich aber auch Sophia Haschlar (RFV Rosenthal-Willershausen) bei den jungen Reitern den Titel erreiten. Mit Erfolgspferd Ernie gewann sie direkt zwei Wertungsprüfungen der Klasse M* und so war ihr der Sieg nicht mehr zu nehmen, am Ende sollte sie zehn Punkte Vorsprung vor der Zweiten Hannah Heinle (RFV Hünfeld) mit Florentino haben. Den dritten Platz belegte Lisanne Purwinn (RSV Großenritte) mit Loluna.
Bei den Ponymeisterschaften hatte dann Michael Most gleich noch einmal Grund zur Freude: Tochter Marie Luisa konnte sich mit Pony Haya an die Spitze der Ponyspringreiter setzen und Kaderreiter Linus Georg Weber (RV Burgwiesen/Bürgel) mit Soraya und Jelena Ahlbrand (RFV Oberlahntal) auf die Ränge zwei und drei verweisen.
In Gemünden wurde aber auch in der Dressur um die Titel gekämpft. Eine Titelverteidigung gelang Lokalmatadorin Melanie Otto. Mit sehr harmonischen Ritten erritt sie sich jeweils den Sieg in den beiden Meisterschaftsprüfungen der Klasse M und das brachte ihr mit Quick Point erneut den Verbandsmeistertitel der Jungen Reiter/Reiter/Senioren ein. „Ich bin natürlich sehr stolz auf meine Leitung und die meines Pferdes. So eine Titelverteidigung gelingt ja durchaus nicht immer und ist etwas ganz Besonderes“, freute sich Otto. Den zweiten Platz konnte Esther Rose (RG Keilsberghof Kassel Niederzwehren) mit Ronja einstreichen, der dritte Rang ging an Silke Metzger (RFV Geismar) mit Börny.
Ebenfalls ihren Titel verteidigen konnte Carmen Vollbach (LRFV Fritzlar) bei den Junioren. Wie im vergangenen Jahr waren sie und Romantic ein unschlagbares Team und nahmen den Titel erneut mit nach Hause. Der Vizetitel ging an Julia Piechot (RFV Vöhl) mit Manrique, die Bronzemedaille bekam Anna Schieferdecker, die mit Willi angetreten war, umgehängt.
Und dann waren da auch noch die Ponyreiter, die in der Dressur ihren Nordhessenmeister suchten und auch fanden: Hier siegte Kimberly-Cheyenne Kahl (RC Kassel-Waldau) mit Nico the Champ und ließ damit Charlotte Tollhopf (RFV Guxhagen-Dörnhagen) mit Olivia und Victoria Pavel (LRFV Fürstenwald) mit Go Yellow hinter sich.
Dr. Karsten Munck, Vorsitzender des Landesverbandes KHW und nordhessischer Landestrainer der Dressurreiter, war mit den Ritten seiner Kaderreiter zufrieden: „Wir haben viele qualitativ guten Ritte gesehen“, sagte er, bemängelte aber, dass nicht alle Kaderreiter in Gemünden am Start waren, obwohl das vom Vorstand KHW so festgelegt worden war und die Bedingungen in Gemünden gut waren: „Das sind ordentliche Meisterschaften, alles ist gut organisiert und der Veranstalter hat sich viel Mühle bei der Ausrichtung gegeben“, so Munck.
Zufrieden zeigte sich dann auch der Veranstalter in Person vom ersten Vorsitzenden Werner Otto: „Es ist alles bestens verlaufen, insgesamt hätten es gerade in der Dressur mehr Nennungen und Teilnehmer sein können“, sagte er und spielte damit darauf an, dass teilweise nur knapp die Hälfte, der ohnehin zum Teil schon recht wenigen Nenner dann am Start waren. „Aber in den Springprüfungen waren wir sehr zufrieden, die Auslastung war gut“, fügte er hinzu.
Neben den Verbandsmeisterschaften wurden in Gemünden aber auch die nordhessischen Youngster-Championate ausgetragen. Bei den Springpferden konnte Michael Most sich gleich zweimal durchsetzten, mit Cash Royal gewann er in der Gruppe der vierjährigen Pferde und mit Casapar in der Gruppe der sechsjährigen Pferde. Der Sieg der fünfjährigen Springpferde ging an Latina, in deren Sattel Kai Schrammel saß.
Die Reitpferdeprüfung hingegen konnten Janika Bolte (RFV Eschwege) und Rivanna deutlich für sich entscheiden. Der Sieg des Championats der fünfjährigen Dressurpferde ging an Saskia Reyer (LRFV Fritzlar) mit Loriot, der der sechsjährigen Dressurpferde an Anette Lange-Mihr (RSV Großenritte) mit Juma.
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