Der Springsport in Hessen verliert eine prägende Persönlichkeit
Mit großer Betroffenheit nehmen wir Abschied von Wolfgang Brünninghaus, einem hochgeschätzten Richter und leidenschaftlichen Förderer des Pferdesports.
Aufgewachsen in Wuppertal, wurde seine Begeisterung für den Reitsport bereits in jungen Jahren geweckt. Seine ersten Schritte im Pferdesport führten ihn in den Fahrsport. Ein prägendes Erlebnis war die Teilnahme am traditionsreichen Turnier in Aachen, wo er Walter Sirrenberg als Kutschenbeifahrer begleiten durfte. Diese Erfahrung legte den Grundstein für seine lebenslange Verbundenheit mit dem Pferdesport.
Anfang der 1970er-Jahre übernahm Wolfgang Brünninghaus seine ersten Richtereinsätze beim Maimarkt-Turnier in Mannheim schon früh überzeugte er durch seine außergewöhnliche Fachkompetenz, sein sicheres Urteilsvermögen und sein feines Gespür für Pferd und Reiter. Insbesondere im Springsport entwickelte er sich zu einem anerkannten Experten, dessen Urteil weit über die Landesgrenzen hinaus geschätzt wurde.
Geprägt und gefördert wurde sein Weg unter anderem von dem legendären Richter Alfons Lütke-Westhues, dessen Vertrauen und Unterstützung ihn nachhaltig beeinflussten. Mit großem Engagement widmete sich Wolfgang Brünninghaus über Jahrzehnte dem Turniersport und war als Richter auf Turnierplätzen im gesamten Bundesgebiet im Einsatz.
Besonders geschätzt wurde er bei Springpferdeprüfungen. Seine fachliche Kompetenz, seine Fairness und seine ruhige, besonnene Art machten ihn zu einem angesehenen Richter und geschätzten Ansprechpartner für Reiter, Ausbilder und Veranstalter gleichermaßen. Seine Entscheidungen waren stets von Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein und einem tiefen Verständnis für das Wohl des Pferdes geprägt.
Mit Wolfgang Brünninghaus verliert der Pferdesport einen herausragenden Richter, einen verlässlichen Wegbegleiter und einen Menschen, der den Springsport über viele Jahrzehnte mit Herzblut, Sachverstand und großer Integrität geprägt hat.
Wir werden Wolfgang Brünninghaus ein ehrendes Andenken bewahren. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie sowie allen Angehörigen und Freunden, die ihm nahestanden.
Text: Ralf Hollenbach
